Und in all diesem Trubel verlieren wir schon wieder etwas, das uns zu Anfang der Pandemie in unverhoffter Art und Weise auf einmal in Hülle und Fülle vorhanden schien und der ein oder andere dies sogar als Chance für einen Wandel erkannte ... Die Zeit 

Aber scheinbar gibt es noch einen kleinen Ort inmitten der Sächsischen Schweiz, wo so viel davon vorhanden ist, dass man darin baden kann....

Der SandsteinSpiele e.V. und die Regisseurin Alexandra Wilke präsentieren in ihrer diesjährigen Inszenierung:

In Zeit baden - über die Schönheit des Moments in Geh-Zeiten reflektierten Wahnsinns

(Ein erquickendes Forscher-Pano(d)rama)

Und darum geht es:

Tenner ist Zeitforscher. Sein wichtigster Rohstoff ist die Zeit. Aktuell geht er den dringenden Fragen nach, wie es wohl möglich wäre einen schönen Moment zu fassen, ohne ihn zu verschrecken und einen anderen schönen Moment zu teilen, ohne ihm dabei weh zu tun.

Schöne Momente sind nämlich, das ist ja bekannt, sehr sensibel und scheu wie Rehe.

In seinem Forschungsdrang paktiert er mit dem irgendwie immer etwas geschmacklos gekleideten Zeitgeist. Dieser soll ihn zu den Geheimnissen eines schönen Momentes führen. Als Gegenleistung braucht Tenner Köstlichkeiten für den Zeitgeist. So überredet er eine kleine Gesellschaft von Mitläufern ihm ihre Zeit zu spenden. Mit dieser gewonnenen Zeit soll der Zeitgeist genährt werden.

Eine verrückte Odyssee durch verschiedene Zeitzonen beginnt, in denen viele, auch schreckliche und laute, traurige und verschwurbelte Momente wohnen, die sich dann in einem paradiesischen Ferienlager für Momente wiedertreffen. Dabei erlebt Tenner wohl den abenteuerlichsten, sowie versprachspieltesten Tag seines Lebens.

Zum Glück ist er nie allein und findet durch den Halt der ihm zeitspendenen Gruppe immer wieder zurück, zum gar nicht mal so unschönen Hier und Jetzt

Klingt verrückt und wird es auch ...

Eine sächsische und vor allem kurzweilige Uhraufführung mit vielen Liedern und schönen Menschen

Regie führt Alexandra Wilke